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Planungsratgeber Advent

Nikolausfeier organisieren: vom Nikolausbesuch bis zum vollen Nikolaussack

So planst du Termin, Ablauf, Geschenke und Kosten für eine Nikolausfeier mit Kindern, im Verein oder im Betrieb, ohne dass Absprachen im Gruppenchat verloren gehen.

Kurz gesagt

Eine Nikolausfeier planst du am besten ab Oktober: Nikolaus anfragen, denn gute Termine um den 6. Dezember sind schnell vergeben, Gästeliste anlegen, Zusagen und Mitbringliste an einem Ort sammeln, Geschenke vorab mit den Eltern abstimmen und einen Ablaufplan von rund zwei Stunden festlegen. Ein Nikolausbesuch kostet je nach Anbieter grob 30 bis 80 Euro (Stand 2026).

Eine Nikolausfeier wirkt auf den ersten Blick klein, verlangt aber oft mehr Abstimmung als ein Kindergeburtstag. Der Nikolaus muss früh gebucht werden, die Geschenke im Nikolaussack sollen für alle Kinder gleichwertig sein, und Eltern, Erzieherinnen oder Vereinsmitglieder wollen wissen, wer was mitbringt. Weil der Nikolaustag für alle am selben Datum liegt, konkurrierst du mit Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden und Firmen um dieselben zwei, drei Tage.

Dieser Ratgeber führt dich durch die Entscheidungen, die vorher fallen müssen: Termin, Nikolausbesuch, Ablaufplan, Budget und die Frage, wie Zusagen und Mitbringliste nicht in einem endlosen Gruppenchat untergehen. Am Ende findest du Ideen für Feiern mit Erwachsenen, im Verein und im Betrieb.

Am 5. oder am 6. Dezember feiern?

Der Nikolaustag ist der 6. Dezember, der Gedenktag des heiligen Nikolaus von Myra. Viele Familien beginnen aber schon am Vorabend: Die Kinder stellen am 5. Dezember ihren Nikolausstiefel vor die Tür, und am Morgen des 6. ist er gefüllt.

Für eine Feier mit Nikolausbesuch gibt es deshalb keinen falschen Termin. Zuhause kommt der Nikolaus traditionell am Abend des 5. oder im Laufe des 6. Dezember, im Kindergarten und in der Grundschule meist am 6. selbst oder am nächstgelegenen Werktag. Fällt der 6. Dezember auf ein Wochenende, verlegen viele Einrichtungen die Feier auf den Freitag davor. Für private Feiern mit mehreren Familien lohnt sich ein Nachmittag am Wochenende rund um den Nikolaustag, weil dann auch berufstätige Eltern dabei sein können.

Entscheide außerdem früh über den Rahmen, denn davon hängen Raum, Budget und Ablauf ab. Wie viele Kinder kommen, wie alt sind sie, feiert ihr drinnen oder draußen? Ein Gemeindesaal, das Vereinsheim oder ein großes Wohnzimmer reichen für 10 bis 15 Kinder. Bei Kindern unter drei Jahren ist ein kürzerer, sanfter Besuch sinnvoll, weil ein großer Mann mit Bart und tiefer Stimme schnell Angst macht. Hintergrund zur Figur und zum Brauchtum liefert der Wikipedia-Artikel über Nikolaus von Myra.

Nikolaus anfragen: ab Oktober und mit klarer Absprache

Wer einen Nikolaus von außen bucht, sollte ab Oktober anfragen, denn die Abende rund um den 6. Dezember sind früh vergeben. Je nach Stadt und Anbieter kostet ein Nikolausbesuch grob 30 bis 80 Euro (Stand 2026).

In vielen Universitätsstädten vermitteln Studierendenwerke oder studentische Jobbörsen Nikolausdarsteller, außerdem bieten manche Kirchengemeinden Besuche an. Die günstigste Lösung ist oft ein Großvater, ein Nachbar oder jemand aus dem Verein mit einem Kostüm aus dem Verleih. Das spart Geld, verlangt aber eine gute Vorbereitung, damit die Kinder ihren Onkel nicht an der Stimme erkennen.

Kläre bei einer Buchung schriftlich, ob Fahrtkosten im Preis enthalten sind, wann der Nikolaus genau klopft und wie lange er bleibt. Für eine Gruppe von 15 bis 20 Kindern sind 20 bis 30 Minuten realistisch. Wichtig ist außerdem ein unauffälliger Zugang, etwa über einen Hintereingang, und ein Ort, an dem der Nikolaussack vorher deponiert werden kann.

Die wichtigste Vorbereitung ist das Briefing. Gib dem Nikolaus pro Kind einen Zettel mit Namen und zwei bis drei lobenden Sätzen, etwa zum ersten Schwimmabzeichen oder zur Hilfe beim Tischdecken. Drohungen, eine Rute oder ein strafender Knecht Ruprecht haben auf einer Feier mit kleinen Kindern nichts verloren, auch wenn das früher üblich war.

Ablaufplan für den Nikolausnachmittag mit Kindern

Ein Nikolausnachmittag mit Kindern dauert idealerweise rund zwei Stunden, mit dem Nikolausbesuch im letzten Drittel. Davor brauchen die Kinder Zeit zum Ankommen, Basteln und Singen, danach einen ruhigen Ausklang.

Bewährt hat sich ein Zeitplan wie dieser: Um 15:00 Uhr kommen alle an, es gibt Kakao, Tee und Plätzchen. Ab 15:30 Uhr laufen Bastelstationen und Spiele parallel, sodass sich die Kinder verteilen. Um 16:15 Uhr sammeln sich alle im Stuhlkreis und üben Lieder und Gedichte, damit der Nikolaus gleich etwas zu hören bekommt. Gegen 16:30 Uhr klopft es an der Tür, und der Nikolausbesuch dauert 20 bis 30 Minuten. Ab 17:00 Uhr klingt die Feier aus, die Eltern packen ein und die Kinder vergleichen ihre Säckchen.

Plane bewusst Puffer ein, weil Nikolausdarsteller in der Hochsaison oft mehrere Besuche hintereinander haben. Wenn er zehn Minuten später kommt, sollte jemand ein weiteres Lied oder eine kurze Geschichte bereithalten.

Spiele und Bastelideen

Basteln beruhigt, Spiele bauen Aufregung ab, deshalb lohnt es sich, beides anzubieten. Gut funktionieren Nikolausstiefel aus Filz oder Tonkarton, Nikolausmützen aus rotem Papier und Lebkuchen, die mit Zuckerguss verziert werden. Als Spiele eignen sich eine Stiefelsuche mit versteckten Papierstiefeln, Nikolaus-Stille-Post oder ein Tastspiel, bei dem Kinder blind Gegenstände im Sack erraten. Beim Singen ist "Lasst uns froh und munter sein" fast überall bekannt, ältere Kinder können Theodor Storms Gedicht "Knecht Ruprecht" vortragen. Weitere Spielideen für gemischte Altersgruppen findest du im Ratgeber zum Kindergeburtstag planen.

Gästeliste, Zusagen, Geschenke und Kosten ohne WhatsApp-Chaos

Die meisten Pannen entstehen nicht am Nachmittag selbst, sondern vorher in der Kommunikation. Eine zentrale Gästeliste mit Zusagen, eine Mitbringliste und eine klare Regel für die Geschenke verhindern doppelte Plätzchenbleche und enttäuschte Kinder.

Im Gruppenchat gehen Rückmeldungen schnell unter: Eine Familie sagt per Sprachnachricht zu, eine andere reagiert nur mit einem Daumen, und niemand weiß, ob das Geschwisterkind mitkommt. Sammle deshalb pro Familie die Zusage, die Zahl der Kinder, Namen, Alter und Allergien an einer Stelle und setze eine Rückmeldefrist, etwa eine Woche vor der Feier. Die Mitbringliste sollte konkrete Posten enthalten, die sich jemand verbindlich nimmt, zum Beispiel zwei Thermoskannen Kakao, ein Blech Plätzchen oder Pappbecher. Eine Planungs-App, über die Gäste ohne eigenes Konto per Einladungslink zusagen und Posten übernehmen, erspart das Nachfragen.

Bei den Geschenken gibt es zwei saubere Wege. Entweder packt jede Familie ein beschriftetes Säckchen mit einer festen Wertgrenze von etwa 5 Euro, oder die Organisatorin kauft alles einheitlich und legt die Kosten um. Ein Rechenbeispiel für 20 Kinder: Nikolaus 60 Euro, Bastelmaterial und Getränke 40 Euro, Säckchen 20 mal 5 Euro, zusammen 200 Euro, also 10 Euro pro Kind. Wie du solche Posten vollständig erfasst, zeigt der Ratgeber Eventkosten berechnen.

Nikolausfeier für Erwachsene, im Verein und im Betrieb

Auch ohne Kinder funktioniert der Nikolaustag als Anlass, etwa als kurzer Abend mit Glühwein, Wichteln und einem Augenzwinkern. Die Feier ist meist kleiner und günstiger als eine Weihnachtsfeier und liegt angenehm früh im Dezember.

Unter Freunden reicht oft ein Abend mit Punsch, Plätzchen und Wichteln mit einer Wertgrenze von 10 Euro. Beliebt ist auch Schrottwichteln, bei dem kuriose Fundstücke aus dem Keller den Besitzer wechseln. Ein verkleideter Nikolaus kann aus dem Goldenen Buch kleine, harmlose Anekdoten über die Gäste vorlesen, solange vorher klar ist, dass niemand bloßgestellt wird.

Im Verein lässt sich die Nikolausfeier gut mit einem Jahresrückblick oder einer Ehrung verbinden, und für Mitgliederkinder kommt der Nikolaus am Nachmittag vorbei. Wie du Helfer, Raum und Aufgaben im Verein verteilst, beschreibt der Ratgeber zur Vereinsveranstaltung planen.

Im Betrieb genügt häufig eine Stunde am Nachmittag mit gefüllten Nikolausstiefeln auf den Schreibtischen. Zahlt der Arbeitgeber, gilt für Betriebsveranstaltungen ein Freibetrag von 110 Euro je Mitarbeiter für bis zu zwei Veranstaltungen im Jahr. Wer im Dezember zusätzlich eine größere Feier plant, sollte beides gemeinsam bedenken, Hinweise dazu stehen im Ratgeber Weihnachtsfeier planen.

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Schritt für Schritt

  1. Termin und Rahmen festlegen

    Entscheide, ob am 5. oder 6. Dezember oder am Wochenende davor gefeiert wird, und lege Ort, Gästezahl und Altersgruppe fest.

  2. Nikolaus im Oktober anfragen

    Frage Studierendenwerke, Kirchengemeinden oder Bekannte früh an und kläre Preis, Ankunftszeit und Dauer des Besuchs schriftlich.

  3. Gästeliste anlegen und Zusagen einsammeln

    Sammle pro Familie Zusage, Kinderzahl, Namen, Alter und Allergien mit einer festen Rückmeldefrist an einer zentralen Stelle.

  4. Geschenke und Kosten abstimmen

    Lege eine Wertgrenze für die Säckchen fest und teile Nikolaus, Material und Getränke gleichmäßig auf alle Kinder auf.

  5. Ablaufplan schreiben

    Plane rund zwei Stunden mit Ankommen, Basteln, Liedern, Nikolausbesuch und ruhigem Ausklang.

  6. Nikolaus briefen

    Übergib vorab den Nikolaussack und einen Zettel mit zwei bis drei lobenden Sätzen zu jedem Kind.

Was du wirklich brauchst

  • Nikolaus gebucht und Preis bestätigt
  • Raum reserviert, Termin an alle verschickt
  • Gästeliste mit Zusagen und Allergien
  • Mitbringliste verteilt und vollständig
  • Säckchen beschriftet, Wertgrenze eingehalten
  • Bastelmaterial und Spiele vorbereitet
  • Liedtexte und Gedichte ausgedruckt
  • Kosten pro Kind berechnet und eingesammelt

Häufige Fragen

Bewährt sind Bastelstationen für Nikolausstiefel aus Filz oder Tonkarton, Lebkuchen verzieren, eine Stiefelsuche und ein Tastspiel mit dem Nikolaussack. Dazu gehören gemeinsame Lieder und Gedichte, etwa "Lasst uns froh und munter sein". Der Nikolausbesuch bildet den Höhepunkt im letzten Drittel der Feier.

Für Erwachsene eignet sich ein kurzer Abend mit Glühwein oder Punsch, Wichteln mit einer Wertgrenze von etwa 10 Euro und einem Nikolaus, der mit Augenzwinkern aus dem Goldenen Buch vorliest. Im Verein oder Betrieb lässt sich die Feier gut mit einem kleinen Jahresrückblick verbinden.

Klassisch stellen Kinder am Abend des 5. Dezember ihren Nikolausstiefel vor die Tür, der am Morgen des 6. Dezember gefüllt ist. Wer mit mehreren Familien feiern möchte, organisiert einen Nachmittag mit Basteln, Singen und einem Nikolausbesuch. Ein Ablaufplan von rund zwei Stunden reicht dafür meist aus.

Beides ist üblich. Der Nikolaustag ist der 6. Dezember, viele Familien feiern aber schon am Vorabend, also am 5. Dezember, an dem auch die Stiefel rausgestellt werden. Kindergärten und Schulen feiern meist am 6. Dezember oder am nächstgelegenen Werktag.

Je nach Stadt und Anbieter kostet ein gebuchter Nikolausbesuch grob 30 bis 80 Euro (Stand 2026). Kläre vorher, ob Fahrtkosten enthalten sind und wie lange der Besuch dauert. Kostenlos wird es, wenn ein Großvater, Nachbar oder jemand aus dem Verein die Rolle übernimmt.

Am besten ab Oktober. Die Abende rund um den 6. Dezember sind bei Vermittlungen und Laiendarstellern früh vergeben, besonders an Wochenenden. Wer erst Ende November sucht, findet oft nur noch Termine am Vormittag oder an Werktagen.

Warum es events gibt

Ich habe events gestartet, weil ich es satt hatte, Events über WhatsApp zu organisieren. Jedes Feature existiert, weil ich es selbst gebraucht habe.
Rafael

Gebaut von Rafael

rafaelalex.de

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