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Vereinstermine

Jeden Dienstag, 19 Uhr. Einmal einrichten.

So organisierst du Vereinstermine, Mannschaftstrainings und Stammtische, ohne jede Woche neue Listen zu schreiben.

Kurz gesagt

Vereinstermine organisierst du in events über Gruppen mit wiederkehrenden Events. Du legst die Gruppe einmal an, fügst Mitglieder hinzu und definierst eine Wiederholung wie 'jeden Dienstag, 19 Uhr'. Mitglieder bestätigen ihre Anwesenheit pro Termin per Push-Klick, Co-Trainer sehen die Liste live.

Das Problem mit WhatsApp und Excel

Vereinsorganisation läuft in den meisten Vereinen über zwei Tools: eine WhatsApp-Gruppe mit allen Mitgliedern und eine Excel-Liste mit Anwesenheiten. Beide sind in der Praxis unzureichend. WhatsApp überschwemmt dich mit Nachrichten, die nichts mit deinem Termin zu tun haben. Die Excel-Liste pflegt nur einer, und beim nächsten Trainerwechsel verschwindet sie auf einer privaten Festplatte.

Ehrenamtliche Vereinsfunktionäre verbringen erfahrungsgemäß einen erheblichen Teil ihrer Wochenstunden mit reiner Organisation. Ein guter Anteil davon entfällt auf das Verfolgen von Anwesenheiten, Hallenausfällen und Terminverschiebungen. Bei einem Trainerwechsel beginnt das Spiel von vorne, weil die Liste in einer privaten Cloud lag.

Dazu kommt das DSGVO-Problem: Eine WhatsApp-Gruppe mit 30 Telefonnummern ist faktisch eine Datenweitergabe, ohne dass jemand zugestimmt hat. Bei Vereinen mit Kindern oder Jugendlichen wird das schnell heikel. Eltern wollen ungern, dass ihre Nummer für alle 29 anderen Mitglieder sichtbar ist.

So geht es mit events

Ein Verein ist im Kern eine wiederkehrende Termin-Maschine mit fester Mitgliederliste. Genau dafür bauen wir das Konstrukt aus Gruppen plus wiederkehrenden Events. Du brauchst zwei Mal einrichten und nie wieder.

Gruppen als zentraler Mitglieder-Container

Eine Gruppe in events ist der Rahmen für dein Team. Du legst sie einmal an, gibst ihr einen Namen ("E-Jugend Handball"), lädst Mitglieder per Link oder QR-Code ein. Mitglieder behalten ihre Mitgliedschaft, auch wenn das Trainerteam wechselt. Beim Trainerwechsel übergibst du die Co-Admin-Rolle, fertig.

Mitglieder können über ihre Profil-Seite alle aktuellen Termine sehen, Push-Benachrichtigungen abonnieren und Anwesenheit bestätigen. Bei einer Vereinsgruppe von typisch 25 Mitgliedern dauert das Onboarding zwei Tage, danach läuft alles selbst.

Wiederkehrende Events einmal definieren

Innerhalb der Gruppe legst du das wiederkehrende Event an: "Training, jeden Dienstag, 19 bis 21 Uhr, Sporthalle Süd". Du definierst die Wiederholung für 12 Wochen oder einen ganzen Monat im Voraus. Termine entstehen automatisch, du musst sie nicht einzeln pflegen.

Wenn die Hallenzeit sich ändert, passt du das einmal an. Alle zukünftigen Termine ziehen mit. Wenn nur ein einzelner Termin ausfällt, verschiebst du genau den, ohne die Serie zu brechen. Für einmalige Veranstaltungen wie Vereinsfeste oder Sommerfest funktioniert dagegen die Logik aus Teamevent organisieren mit Helferliste und Fahrgemeinschaften besser.

Anwesenheit pro Termin

Pro Termin bestätigen Mitglieder ihre Anwesenheit per Klick. Die Liste hat drei Spalten: zugesagt, abgesagt, keine Antwort. Bei einem regulären Training mit 25 Mitgliedern wirst du selten auf 100 Prozent kommen, aber 18 bis 22 Zusagen sind realistische Zahlen. Push-Erinnerung 24 Stunden vorher hebt die Antwortrate erfahrungsgemäß von rund 60 Prozent auf über 85 Prozent.

Co-Trainer und Co-Admins sehen die Liste live. Wenn du in der Halle bist und nur 12 Spieler erscheinen, weißt du sofort, wer fehlt. Bei mehrwöchigen Spielausfällen kannst du die Anwesenheitslisten exportieren, etwa für Trainerstundennachweise.

Pinnwand für Vereinskommunikation

Statt einer WhatsApp-Gruppe gibt es die Gruppen-Pinnwand. Hallenausfall, Sommerpause, neuer Trainer, Turnier-Anmeldung: eine Nachricht erreicht alle Mitglieder per Push und Mail. Mitglieder können kommentieren, du siehst Reaktionen ohne dich durch 200 WhatsApp-Nachrichten zu scrollen.

Mitglieder brauchen keine App-Installation

Wer die App nicht installieren will, öffnet die Web-Version im Browser. Push-Benachrichtigungen funktionieren auch dort, du verlierst keine Erinnerungen. Eltern kommen über den Gruppen-Link rein, brauchen keine Mailadresse einzutragen, sehen aber alle Termine ihres Kindes.

Schritt für Schritt

Beispielszenario: Handball-Mannschaft, 22 Mitglieder, Training Dienstag und Donnerstag.

  1. Du erstellst die Gruppe "Handball Herren 1" mit Beschreibung, Foto und einer kurzen Einführung.
  2. Du lädst alle 22 Mitglieder ein. Drei Wege: persönlicher Link per WhatsApp, QR-Code in der Halle, oder Massen-Mail mit Liste. Die meisten Vereine fahren mit Variante 2 sehr gut, weil der QR-Code in fünf Minuten erledigt ist.
  3. Du legst zwei wiederkehrende Events an: Dienstag-Training und Donnerstag-Training, jeweils mit 12 Wochen Vorlauf. Saison-Pausen markierst du als "kein Termin" in der Wiederholung.
  4. Du promotest deinen Co-Trainer zum Co-Admin. Er hat dann Lese- und Schreibrechte auf alle Termine, kann Mitglieder einladen und Anwesenheit sehen.
  5. Beim ersten Termin läuft die Anwesenheitsbestätigung automatisch, weil Push-Reminder 24 Stunden vorher kommt. Die meisten Mitglieder antworten innerhalb der ersten zwei Stunden.
  6. Bei Änderungen postest du in die Pinnwand. Beispiel: "Halle ist Donnerstag belegt, wir trainieren stattdessen draußen am Vereinsheim". Alle Mitglieder bekommen die Info auf einem Kanal, ohne WhatsApp-Schrott.

Was du wirklich brauchst

Die wichtigste Regel: Mitgliederliste sauber halten. Wer nicht mehr aktiv ist, raus aus der Gruppe. Sonst fragt das System Anwesenheit für Phantom-Mitglieder ab und deine Statistik verzerrt sich.

Zweiter Punkt: Co-Admin promoten, nicht warten. Vereinsarbeit ist immer auf zwei Schultern verteilt, mindestens. Wer als Solo-Trainer alles selbst macht, fällt aus, wenn er krank wird. Co-Admin-Promotion dauert 30 Sekunden, du brauchst nur die Mailadresse oder den Profil-Link.

Dritter Punkt: Pinnwand statt Privat-Chat. Die Versuchung, Mitglieder schnell über WhatsApp anzuschreiben, ist groß. Aber jede Information, die nicht in der Gruppe steht, geht beim nächsten Trainerwechsel verloren. Disziplin: alles über die Pinnwand, auch wenns am Anfang ungewohnt ist.

Vierter Punkt: Saisonpause vorher anlegen. Wenn du im Juli zwei Wochen nicht trainierst, markier die Termine als "kein Termin" oder lösch sie aus der Serie. Mitglieder erscheinen sonst zur Halle und fragen sich, warum keiner da ist.

Sobald das läuft, brauchst du für einen typischen Trainingstermin null Vorbereitung. System schickt Reminder, Mitglieder bestätigen, du gehst in die Halle. Vereinsarbeit kann so leicht sein.

Beispiele aus der Praxis

Damit das nicht zu abstrakt bleibt, drei konkrete Beispiele aus aktiven Vereinen, die mit events arbeiten.

Beispiel eins: ein Tischtennisverein mit 18 Mitgliedern, zwei Trainingstermine pro Woche, dazu zwei Turniere im Halbjahr. Vor der Umstellung lief alles über WhatsApp und einen Trainer, der die Anwesenheit handschriftlich auf einem Blatt führte. Mit events wurde aus 14 WhatsApp-Nachrichten pro Tag eine Push-Benachrichtigung pro Termin und eine sichtbare Anwesenheitsliste. Der Verein hat nach drei Monaten festgestellt, dass die durchschnittliche Anwesenheit von 11 auf 14 Mitglieder pro Training gestiegen ist, weil die Erinnerung verlässlicher kommt als der manuelle WhatsApp-Anstoß.

Beispiel zwei: ein Schachclub mit 28 Mitgliedern, einer wiederkehrenden Turnier-Reihe und einer monatlichen Mitgliederversammlung. Hier ist die Pinnwand der wichtigste Baustein. Vorher gab es eine Mailingliste, die nur drei der vier Co-Organisatoren bedienen konnten, der Vierte hatte keinen Zugang. Jetzt postet jeder Co-Admin direkt auf die Pinnwand, alle Mitglieder bekommen die Push-Benachrichtigung. Die Antwortrate auf wichtige Vereinsmitteilungen ist von 35 Prozent auf 78 Prozent gestiegen.

Beispiel drei: eine Krabbelgruppe mit 12 Familien, wöchentliches Treffen im Familienzentrum. Hier steht der Account-Verzicht im Vordergrund. Eltern wollen nicht noch eine App für eine ehrenamtliche Gruppe installieren. Über den Gruppen-Link funktioniert alles im Browser, Push-Benachrichtigungen kommen über die Web-Push-API. Eine der Eltern übernimmt die Co-Admin-Rolle, falls die Hauptorganisatorin krank ist.

Was bei größeren Vereinen anders läuft

Vereine mit mehr als 100 Mitgliedern haben andere Anforderungen als kleine Mannschaften. Hier kommen drei Aspekte ins Spiel, die der Plan oben nicht direkt adressiert.

Erstens, mehrere Trainings- oder Termin-Strukturen parallel. Bei einem Sportverein mit drei Mannschaften gibt es drei wiederkehrende Trainingstermine, drei Mitgliederlisten, drei Co-Trainer-Teams. Die saubere Lösung: drei eigene Gruppen, jeweils mit eigener Mitgliederliste und Wiederholungsdefinition. Der Verein als Ganzes existiert dann nicht in events, sondern auf der Vereins-Homepage.

Zweitens, Veranstaltungen wie Vereinsfeste und Turniere. Diese sind keine wiederkehrenden Trainings, sondern einmalige Events mit öffentlicher Anmeldung. Hier nutzt du das einfache Event-Format, optional mit Mitbringliste für Buffet und Helferliste für Aufbau. Anmeldung kann öffentlich sein, ohne PIN.

Drittens, Vorstandsarbeit. Vorstandssitzungen brauchen ein eigenes Event-Format mit kleiner Mitgliederliste. PIN-Schutz ist hier sinnvoll, weil Sitzungsinhalte vertraulich sind. Du kannst die Vorstandssitzung mit der gleichen Logik wie ein normales Event aufsetzen, nur mit eingeschränkter Mitgliederliste.

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Pinnwand

Schritt für Schritt

  1. Gruppe anlegen und Mitglieder einladen

    Eine Gruppe ist der Container für dein Team oder deinen Stammtisch. Du lädst Mitglieder per Link oder QR-Code ein.

  2. Wiederkehrendes Event innerhalb der Gruppe definieren

    Beispiel: 'jeden Dienstag, 19 bis 21 Uhr, Sporthalle'. Die Termine entstehen automatisch für 12 Wochen im Voraus.

  3. Anwesenheit pro Termin abfragen

    Mitglieder bestätigen oder sagen ab, du siehst die Liste live in der App. Push-Erinnerung 24 Stunden vor dem Termin.

  4. Co-Trainer als Co-Admins ergänzen

    Co-Trainer können Termine verschieben, Mitglieder einladen und die Anwesenheitsliste sehen. Aber nicht die Gruppe löschen.

  5. Bei Änderungen einmal posten

    Hallenausfall, Trainingszeit verschoben, Sommerpause. Eine Pinnwand-Nachricht erreicht alle Mitglieder per Push und Mail.

Was du wirklich brauchst

  • Mitgliederliste mit aktuellen Kontaktdaten in der Gruppe pflegen
  • Wiederholung mit Pufferzeit anlegen, mindestens 12 Wochen im Voraus
  • Anwesenheitspflicht klar kommunizieren, ideal in der Gruppen-Beschreibung
  • Co-Trainer als Co-Admin promoten, nicht als einfaches Mitglied
  • Hallenausfälle über die Pinnwand ankündigen, nicht über WhatsApp
  • Saisonpause als Termin-Block in der Wiederholung markieren

Häufige Fragen

Eine Gruppe hält deine Mitgliederliste an einer Stelle, Events sind die einzelnen Termine. Du musst Mitglieder nur einmal einladen, sie bekommen automatisch alle Folgetermine.
Ja, über den Gruppen-Link. Wer den Link gespeichert hat, bekommt Push-Benachrichtigungen über den Browser oder die App. Mailadresse ist optional und nicht zwingend.
Pro Termin eine Liste mit drei Spalten: zugesagt, abgesagt, keine Antwort. Co-Admins sehen sie live. Du kannst CSV exportieren für Vereinsbuchhaltung oder Trainerstunden.
Du verschiebst oder absagst den einzelnen Termin in der App, Mitglieder bekommen sofort eine Push-Benachrichtigung. Die Wiederholung selbst bleibt unangetastet, nächste Woche steht der nächste Termin.
Über die Datums-Umfrage ja. Du startest eine Umfrage mit drei oder vier Optionen, Mitglieder stimmen ab, der Gewinner wird automatisch zum Termin.
Kostenlos bis zu drei aktive Events. Für reguläre Vereinsarbeit mit wiederkehrenden Trainings: 5,99 Euro pro Monat oder 49 Euro pro Jahr für den Verantwortlichen, Mitglieder zahlen nichts.

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Rafael

Gebaut von Rafael

Ich habe events gestartet, weil ich es satt hatte, Events über WhatsApp zu organisieren. Jedes Feature existiert, weil ich es selbst gebraucht habe.

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2026